Ein Lied fürn Döner Kebap
Genau genommen handelte es sich nur um die Fortsetzung des Programms von VIVA mit den Möglichkeiten der ARD. Mit viel Brimborium wurde die Revolutionierung des Europäischen Schlagerdramas beim deutschen Vorentscheid- Trallala angekündigt. Dafür sollte der öffentlich- rechtliche Allzwecklangweiler Jörg Pillepalle und sein weibliches Pendant Sarah Kuttner sorgen.
Nun gut, wenn man den Ton wegdrehte und in das heimische CD- Abspielgerät seinen Lieblingssilberling einlegte, dann bot Frau Kuttner wenigstens etwas für den optischen Oberflächenreiz. Zum Anhören waren die Moderationsversuche jedenfalls nicht gefahrlos. Das konnte für Kassenpatienten ganz schon teuer teuer werden.
Schon wieder wurde für den Europäischen Sangeswettbewerb der Langeweile geschlagert. Nur diesmal hieß es nicht Katheter, sondern Pickel.Vermutlich haben sich die Oberlehrer für Religionskunde in den Sendern oder den Presswerken für elektronischen Geräuschemüll gedacht auf diese Weise die konzeptionelle Lücke zu "Kinderquatsch mit Michael" zu schließen.
Notenknautschlack Siegel hat sich zum Schmollen nach Malta zurückgezogen und malträtiert die Nerven der armen Insulaner. Wie Manfred Krug damals schon sagt "Malteser Aquavit hat schöne Freunde".
Es war in der Vergangenheit ganz schön schmerzhaft Germany auf dem Weg zu 0 Points zu begleiten. Trotzdem war es immer irgendwie lustig. Ein Festival der Schadenfreude sozusagen. Es wurde ein Liedchen von Siegel ausgesucht und mit dem blamierte er international uns so gut es ging.
Musik war irgendwie gar nicht wichtig. Der schnarchige Bulti zelebrierte sein Andersein auf seine bekannt schleimige Art und es wurde mehr über Höschen oder nicht Höschen der weiblichen Sangesimitantinnen diskutiert.
Zurück in die Gegenwart. Der Vorentscheid heißt ab sofort nicht mehr Countdown sondern "Germany 12 Points".
Bulthaupt verwöhnt jetzt die Seniorenbrigade der 3. Programme und die nervige Nena bekommt vom weißen Riesen nicht mehr frei. Statt Ihrer brilliert nun Frau Kuttner mit ihrer inkompetenten Unlustigkeit und absolviert eine Moderationspraktikum bei der ARD. So können wir erleben, dass sie nicht nur nicht drei Sätze geradeaus reden kann, sondern auch noch sehr gepflegt herablassend mit den verstörten Senioren am Bildschirm umgehen kann. Ich melde mich von hinter der Bühne "junge Menschen und Engländer sagen Backstage dazu."
Wir lernen an dem Abend, dass Herr Pilawa auch ganz schön schleimen kann und damit 100% Bulthaupt-kompatibel zu sein scheint.
Was ist nun wirklich anders beim Vorentscheid? Sieht man mal davon ab, dass Schlagerpudel Brink keinen zum besten geben konnte und auch sonst niemand von der Heck und Siegel- Fraktion anwesend sein konnte, weil man mindestens in Charts platziert gewesen sein mußte. Frau K. hätte auch hier erklärend mit dem hingeschnodderten Satz "die Alten sagten früher Hitparade dazu" eingreifen können. Das tat sie aber nicht.
Im Bachstagebereich tummelten sich Peter Urban, die grumelnde Stimme aus dem Off jedes internationalen Finales und Lionel Richie. Letzter wurde mit der Frage überrascht: "Kann man die Titel, auch wenn sie auf deutsch sind, gut finden?"
Auch Herr Raab wurde mit einer rhetorischen Glanzleistung belegt:"Ist es nicht wert die Sendung zu sehen, um Stefan Raab schweigend und erregt zusehen?" Na schönen Dank auch.
Ach so, es wurde natürlich gerträllert was die was die Segnungen moderner Unterhaltungselektronik hergaben. Musikalisch eher Durchschnitt, Austauschbares, nichts Bemerkenswertes.
Das Max "Raab" im Finale war, überrascht weniger als die Tatsache, dass der gegen "Scooter" antreten mußte.
Ansonsten gab es nicht viel Neues die Vereinigte Ostkurve der Fußballstadien Deutschlands wurden mit ihren Mobilfunktelefonen in eine Halle gesperrt und durften gepflegt durchdrehen und die Telefongesellschaften ein wenig reicher machen.
Aber auch Kai Pflaume scherzte(?) beim Gesprächsversuch mit Frau K.: "Warte mal ich komme eine Stufe runter." ??? ? Freuen wir uns auf seine Sendungen bei 9live.

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