Königsmacher

Es wird ein mittleres Jahr werden. Besser als 2003 und schlechter als 2001. Das steht schon fest.

Doch davon soll heute nicht die Rede sein. 2002 ist es nun 4 Jahre her, daß der große Landschaftsgärtner und "Licht-im Tunnel- macher" Helmut K. seinen selbstgewählten Nachfolger inthronisierte. Ja, Gerhard Schröder ist mit dem ausdrücklich erklärtem Willen vom dicken Helmut Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland geworden.

Wie, das geht doch gar nicht? Was heißt hier, daß die beiden in unterschiedlichen Parteien engagiert seien? Schauen Sie sich das Tagesgeschäft doch an! Erkennen Sie einen Unterschied? Sehen Sie es gibt gar keinen! Cash wäscht so weiß, weißer geht's nicht. Eigentlich wollte H. K. bereits 1994 das Handtuch werfen. es machte keinen Spaß mehr. Er war gottgleich der unumschränkte Herrscher in deutschen Landen. Gab keine wirkliche Herausforderung mehr für ihn. Ihn umgaben keine Nachfolger, sondern nur Handlampen, Speichellecker und Flachzangen. So sah er es selbst. Dauernd diese Wahlkämpfe. Sollten sie ihn doch endlich zum Kanzler auf Lebenszeit wählen oder gleich zum Kaiser krönen. Scheiß drauf was der Beckenbauer dann dazu sagt.

1990 hatte er es noch mal sportlich genommen. Er wollte seine Popularität bei seinen Brüdern und Schwestern im Osten testen. Das Gebiet hatte er gerade vom russischen Zaren zurückgekauft und wollte dort seine Statthalter installieren. Die waren einmal in Ungnade gefallen, wegen Majestätsbeleidigung vermutlich, und auf dem Abstellgleis gelandet. Sollten die dort noch einmal eine Chance bekommen und weit fort von ihm, ein kleines Königreich regieren dürfen. Das hatte zwei Vorteile: 1. müßten sie sich ihm dankbar erweisen, für die erwiesene Gunst und 2. sie wären weit fort von ihm und konnten seine Kreise nicht weiter stören.

Jedenfalls in diesem Jahr sollte er gegen Oskar antreten und der stellte sich hin und redete von Schwierigkeiten und Steuererhöhungen. Das wollte der Helmut nicht auf sich sitzen lassen. Wo kommen wir dahin, sich vors Volk stellen und die Wahrheit sagen? Das hat doch mit Politik nichts mehr zu tun.

Als es 4 Jahre später, natürlich, wieder keine Konkurrenz gab, die ihn gefährden konnte und wieder niemand auf die Idee kam ihn zu krönen, sagte er sich: Jetzt kümmere ich eben selbst um dieses Problem.

Es begab sich, daß genau in dieser Zeit, in der anderen Partei endlich die Führungsfrage geklärt war. Aus der lustig- intriganten Skatrunde war nur noch der Gerhard übrig. Helmut erinnerte sich, daß der junge Gerd einst am Zaun des Kanzleramtes in Bonn gerüttelt hatte. Von nun an beobachtete der Kanzler-Kanzler ganz genau was der Gerd so in Hannover trieb und es gefiel ihm ganz gut was er da so sah und hörte. Der Gerd kleidete sich ordentlich, konnte gut reden und er war ein beliebter König in seinem kleinen Land.

Öffentlich konnte er das natürlich nicht sagen. Man hätte ihn sofort auf seinen Geisteszustand hin überprüfen lassen. Wozu, würde sich sein Hofstaat fragen, haben all die Jahre geschleimt, die Wahrheit frisiert und irregeführt, wenn nun ein ganz Anderer, ein politischer Feind sozusagen, die Macht an sich reißen würde und sie, die Hofschranzen, zum Teufel jagen würde. Da würde auch das finanzielle Abschiedsgeschenk nicht helfen können, diese Schmach zu verschmerzen.

Das wäre wie der Tod der Erbtante, die, nach Jahren des eigenen Einschmeichelns, ihr Eingemachtes der Kirche überschreibt und man selbst nur mit dem Pflichtteil da stehen würde.

Also mußte Helmut eine List ersinnen, wie er dem Gerhard auf den Thron helfen konnte, ohne dabei schlecht auszusehen. Schließlich hat er den Euro erfunden und Deutschland geeint, das sollte nicht vergessen werden.

Als erstes erweckte er den Eindruck, daß der Wolfgang sein Nachfolger werden könnte. Dann sagte er, vermutlich, zu Walter- Leisler, hör mal, ich schick Dir das Finanzamt. Lass mal ein wenig was herumliegen, was für die Presse ein gefundenes Fressen ist. Den Rest kennen wir.

Das bei allem was geschehen ist, auch der Wolfgang seine Kariere an den Nagel hängen mußte, ist zwar ärgerlich aber auch wieder gut für ihn. Wie hätte er denn ausgesehen, wenn er mit den 3 M der CDU zusammenarbeiten müßte? Merkel, Merz und Meyer, die, mit der Arroganz einer Regierungspartei, versuchen Opposition zu machen.

Und weil der Gerhard das alles so gut gemacht hat, mit dem Regieren und so, darf er noch einmal weiter machen und sich wiederwählen lassen. War doch toll wie er die Grünen gebändigt hat und die Armee in den Krieg führte.

Das es klappt hat der Helmut schon vor langer Zeit mit seinem Kumpel Leo geklärt. Der läßt seine Journalisten immer und immer wieder die K- Frage stellen. Das garantiert Zwist und Zwietracht unter den karrieregeilen Führungskräften und verschafft dem Gerhard so viele Vorteile, daß er gar nicht so viele Fehler machen kann, wie für eine Niederlage notwendig wären.

Uns wünsche ich einen unterhaltsamen Wahlkampf. Das Ergebnis kennen wir ja schon. Danke Helmut!

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