Namhaftige Offenbarungen

PolitikerInnen sollten einen guten Namen haben. Nein, nicht das was sie selbst von sich meinen und das andere Menschen von ihnen denken sollen. Es ist mehr gedacht aus der Sicht eines Kabarettisten oder Satirikers.

Mir ist aufgefallen, dass sich PolitkerInnen mit einem Namen, der sich schön zu eigenständigen Begriffen verballhornen lässt , lange im Geschäft halten können. Für die vorderste Front ist das fast unerlässlich.

Das ist zwar nicht wissenschaftlich belegt. Die Beobachtung der aktuellen Krisen in einigen Bundesländern brachte mich darauf ließ mich auch einige Ausnahmen entdecken.

Wir alle wissen was gemeint sein könnte, wenn man sagt: Bis 1998 sind wir ganz schön verkohlt worden.

Man kann sich die Dramatik der Handlung durchaus vorstellen wenn man behaupten würde jemand sei geschrödert worden!

Der damalige Opposition lachte unverblümt, wenn der Ex- Arbeitsminister und heutige Ratefuchs versprach: „Die Renten sind sicher!".

In der Phantasie mancher Mitmenschen könnten sich bei der Behauptung der heimliche Chef der Grünen hätte seine Partei mal wieder ordentlich gefischert auch entsprechende Bilder entwickeln. Dafür ist er vor längerer Zeit heftig gebeutelt worden.

Lange Zeit konnte ich mir das lange Überdauern des Herrn Diepgen in Berlin nicht erklären. Mir kam bereits die Wurst, wenn er „Berlinerinnen und Berliner" sagte. Ein Grund für mich Anfang der 90ziger meiner damaligen Wahlheimat den Rücken zuzuwenden. Doch jetzt weiß ich es. Es wird zum geflügelten Wort werden, wenn jemand die Filzlatschen erst ausziehen will, wenn die Beine komplett zerschlagen sind. Man wird sagen: Da hast Du Dich aber völlig zum Diepgen gemacht. Wie viele Male sollte er gemompert werden? Nun hat die SPD in Berlin etwas wowereitet und siehe da es hat geklappt.

Die Sachsen bemühen sich im Augenblicken ihrem Ministerpräsidenten gleiches angedeihen zu lassen. Da in diesem Fall sogar die eigene Partei mitstrickt, schreit das förmlich nach einem eigenen Begriff dafür. Wenn der Mann gegangen wird, den sie bis vor kurzem noch König Kurt nannten, wird es wohl heißen müssen, dass der gebiedenkopft wurde. Ob es was nützt wird die Zeit zeigen.

Thüringen, das kleine Land in dem ich jetzt lebe, hat wenig Politiker vorzuweisen aus deren Namen sich etwas für Freunde des Kabaretts oder der Satire machen ließe. Nun gut, der Ministerpräsident heißt Vogel. Es ließe sich einiges daraus ableiten. Doch mal ehrlich kommen bei Ihnen derartige Gedanken und Gefühle daran auf, wenn Sie ihn sehen oder reden hören? Er trägt sich mit Gedanken in seinen Horst zurückzukehren. „Fliege weiter kleiner Vogel, denn wir brauchen Dich nicht" lauteten die unerhörten Gesänge der Medizinstudenten in Erfurt, als die Medizinische Akademie geschlossen und in ein Krankenhaus der Maximalversorgung umgewandelt wurde. An der Erfurter Krämerbrücke Und es gibt ihn immer noch. Sein designierter Nachfolger wird wohl keine allzu große Zukunft haben. Er scheint, seinen öffentlichen Verlautbarungen zufolge, einfach nur die Maßeinheit für Ignoranz, Scheinheiligkeit und Inkompetenz sein. Sehen wir jedoch was die Zeit bringen wird. Glauben Sie mir. Außerdem steht sein Name gegen ihn.

Richtig treffend geht es namenstechnisch im Freistaat Thüringen nur in der Gilde der Innenminister zu. Seit seiner Wiedergründung wurde in diesem Ministerium einiges verböckt und zusammengeschustert. Einige Jahre gab es richtig Dewes wegen verschwundener Computerfetsplatten bis heutigen Tages nur noch geköckert wird. Man möchte dabei gleich zum Mundwasser greifen angesichts der aufkeimenden geschmacklichen Phantasien. Ansonsten Schweigen im Thüringer Walde.

Dass es der Schäuble in der CDU nicht wirklich dauerhaft schaffen konnte, hätte jeder Mensch wissen müssen. Verdienste hin oder her, darum geht es gar nicht. Jetzt wird herum gemerkelt und die Opposition angemeyert wie es sich gehört. Kein Versuch ist zu plump den politischen Kontrahenten auszumerzen. Fast so wie in den Zeiten ,in denen man noch Gefahr laufen konnte öffentliche gegeißlert oder verhinzt zu werden.

Die CSU hat es von jeher richtig gemacht, man hat sich vom Rest Deutschlands abgegoppelt und manchen Strauß mit der CDU und anderen Gegnern ausgefochten. Der SPD hat sie sich immer aufrecht verwaigelt. Heute werden politische Gegner ordentlich zusammengestoibert bis es kracht.

Nachdem sich die PDS vom klanglosen Namen Gysi getrennt hatte, wird dort jetzt fleißig herumgezimmert. Na bitte, es geht doch!

Auch bei den Grünen gibt es Fischer und weitere künastische Gründe Optimismus zu verbreiten. Selbst aus Trttin lässt sich im Scherz noch Tritt- ihn machen

Schlecht sieht es dagegen bei der FDP aus. Das ist seit Genscher Schluss mit lustig. Graf Lambsdorf, Gehrhard, Westerwelle, sicher alles nette Menschen. Aber die Namen, die Namen! Nicht der einfachste Kalauer will damit gelingen. Wie will diese Partei so wieder in die Landesparlamente einziehen.

Ausnahmen im positiven Sinn stellen wohl die Ministerpräsidenten der Länder des Nordens dar.  Zum Beispiel Frau Simonis. Es grenzt an Wunder, dass sie gegen einen Mann gewinnen konnte, der für seinen rühen Ton schon aus der Zeit als Bundesverteidigungsminister bekannt war.

Auch in Niedersachsen hat sich nach dem Weggang von Schröder meine Theorie bewahrheitet. Glogowski hielt sich nicht lange. Wegen des Skandals? Dass ich nicht lache! Gabriel straft mich nun wieder lügen.

Zuerst dachte ich in Meck Pomm haut das auch nicht hin, doch dann bemerkte ich etwas. Mit ostdeutscher Schlitzohrigkeit hat Harald Ringstorf erkannt, dass er es mit diesem Namen auf Dauer nicht schaffen kann. Er dachte nach und kam auf die Idee andere Namen für sich zu benutzen. Die ersten Jahre stand es dem gleichnamigen MP Seite zur selben, dann stellte er ihn dorthin. Jetzt holtert es mächtig in seinem Bundesland.

In allen Anderen wird meine Theorie wieder unterstützt.

In Rheinland- Pfalz kann man fragen: Wer hat denn das verbeckt?

In Baden- Württemberg muss man den Teufel nicht an die Wand malen, denn es gibt viele bunte Fotos von ihm.

Die Hessen haben immer ein schleimiges Süppchen am Kochen während in Sachsen- Anhalt fleißig gehöppnert wird.

Das hatten sich die Berliner damals etwas anders vorgestellt mit der Länderehe. Doch die Brandenburger ließen sich nichts überstolpen.

Nordrhein- Westfalen kann völlig unverclement an die Tagespolitik herangehen während die Saarländern zuschauen müssen wie in ihrem schönen Land noch eine Weile herumgemüllert werden muss.

Selbst in den Stadtstaaten alles klar! In Bremen wird verscherft etwas gegen die sozialen Probleme getan. Hamburg? Eine runde Sache.

So das war es! Danke, dass ich Ihnen das schildern durfte.

zu weiteren Themen
Home