Vorsicht: Lebensgefahr!

Lassen sie sich nicht täuschen! Es ist alles beim Alten. Egal was ihnen die hinterfotzige Weißwurst und sein Gegenstücke der Lügenbaron von der Leine auftischen. Freuen sie sich wenn der unvermeidliche Stimmenimitator, nicht singen könnend, einen trällert und dabei ein paar Handpuppen tanzen läßt. Er sagt wahrscheinlich sogar die Wahrheit. Doch was nützt es? Haben wir vor Jahren beim dicken Helmut die "blühenden Landschaften" eingeklagt? Haben wir all die Jahre gemerkt, daß es uns nie schlechter sondern immer nur besser ging, in unserer Steueroase mit Vollbeschäftigung? Haben wir die Spender erfahren, die Skandale aufgeklärt, trotz diverser Untersuchungsausschüsse?
Es scheint auch egal zu sein, was die Welt will. Der mächtigste Primat der Welt und seine Killertomaten wollen Krieg. Wenn er ihn will, dann wird er ihn auch wohl bekommen. Interessant ist nur noch wie es letztendliche begründet wird, trotz allem, scheinbaren, entgegenkommen vom verruchten Diktator. So wie bei einem Colombo-Krimi, bei dem der Zuschauer den Täter in den ersten 10 Minuten schon kennt und trotzdem 90 Minuten warten muß bis der knautschige Bulle das Puzzle zusammen hat.
Das ist alles alt. das kennen wir schon und hat soooooooooo einen Bart. Wenden wir uns den wirklichen Phänomen dieser Welt zu. Heute der OmH, der "Opa mit Hut" nicht zu verwechseln mit dem ABT, dem "Allgemeinen Basecape- Träger". Während wir fast alles über den G-Punkt der Frau oder die Steuerschulden von Boris Becker wissen, ist der "Opa mit Hut" noch völlig unerforscht. Dabei gehört er zu unserem Lebensalltag wie Magenschmerzen oder Brechdurchfall. Im Normalfall kein Problem. Sehen wir vor uns eine Opel Astra, einen Ford Escort, einen Skoda Felicia oder einen schönen Polo und von hinten sieht es so aus, als ob die Kopfstützen mit Segelohren ausgestattet wären und einen Hut auf hätten, dann wissen wir es ist ein OmH am Steuer. Das bedeutet für uns: äußerste Vorsicht walten zu lassen. Alles ist möglich. Anhalten bei Gegenverkehr, konsequent 50 km/h fahren und plötzlich Gas geben,wenn die Piste frei ist und man ihn überholen könnte. Nicht selten sind runde Aufkleber an allen Seiten des Gefährtes angebracht, auf denen eine Zahl zwischen 25 und 50 geschrieben steht. Man kann es förmlich bis in den eigenen Wagen hören, wie er zu Oma auf dem Beifahrersitz sagt: "Wir haben Zeit! Sollen sie doch überholen, diese rasenden Idioten, wenn ich ihnen zu langsam bin!" Bei allen persönlichen, sagen wir, Negativgefühlen, die man in solchen Situationen entwickeln kann, eines steht fest. Das was wir erleben bedient das Klischee, es ist klar erkennbar und wir können uns schützen in dem wir uns darauf einstellen. Wir haben ein Bild: Älterer Herr + Hut!
Es muß in den männlichen Genen liegen, in sein Stammhirn eingemeißelt sein. Irgendwann legt er sich eine Dunstkiepe zu. Und in dem Moment, wo das Schweißband seine Stirn berührt, verändern sich seine Verhaltensmuster derartig, daß er für sich und die Menschheit zur Gefahr wird. Dann kann man für nichts mehr garantieren. Es ist vollkommen egal um welche Machart es sich dabei handelt. Ob Modell "Erich Honecker" oder "Prinz Heinrich". Das Ergebis ist immer das gleiche.
Er drängt sich mit seinem Einkaufswagen rücksichtslos an der engsten Stelle des Eingangsbereiches vorbei, um, nach erreichen dieses Ziels, punktgenau, auf Briefmarkenstärke vor einem stehen zu bleiben. Stellt man sich nicht sofort darauf ein und weicht aus oder bleibt selbst stehen, kann es pasieren, daß man mit Schmerzensgeldklagen überzogen wird. Gern genommen wird auch die Nummer. Vor dem Kühlregal stehen und unter Einsatz des Wagen und des eigenen Lebens jeden weiteren Zugang anderer Mensch zu verhindern, dicht gefolgt vom Versperren ganzer Regalreihenzugänge. Es genügen im täglichen Leben 2 "OmH" um den Zugriff auf Butter, Magarine und Hartfett für Stunden zu unterbinden.
Neulich hat einer es sogar geschafft den die Zufahrt auf die am nächsten gelegenen Parkplätze für 30 Minuten zu verhindern. Er stellte seinen Wagen am Ende des Platzes ab, nahm sich aus der vordersten Box einen Wagen, stellte ihn in die Mitte des Weges und ging gemächlich die 50 Meter zu seinem Fahrzeug zurück. Vermutlich weil er nicht mehr wußte, ob er den Opel abgeschlossen hatte. Nachdem er fast wieder an seinem Einkaufwagen angekommen war, ging er dann doch noch mal zurück. Er hatte sein Funktelefon, Modell "Funk-Klumpen" in der Hutablage liegen lassen. Nachdem es umständlich und gut sichtbar am Gürtel befestigt war begab er sich fast unverzüglich zurück zum, immer noch in der Mitte der Zufahrt stehenden Einkaufswagen. Unwirsch reagierte er auf die lautstarken Proteste, der an der Zufahrt gehinderten Autofahrer. Einem Jugendlichen Golf- GTI- Fahrer bot er sogar was "auf die Schnauze" an. Gut, daß ihm seine Frau, die die ganze Zeit neben dem Wagen gestanden hatte und auf ihn gewartet hatte, beistand. So weit so gut. Bei allen menschlichen Raktionen der genervten Umwelt. Es ist alles klar zu erkennen, weil: Hut+ älterer Herr= Klischee.
Neuerdings versuchen einige Exemplare der huttragenden Zunft in den Untergrund ab zu tauchen. Erst kürzlich habe ich einen dabei erwischt wie er seinen Hut, beim Aussteigen aus seinem PKW, absetzte um scheinbar den Eindruck von völliger Normalität vorzutäuschen. Nicht mit mir! Immer schön wachsam bleiben, damit man nicht eiskalt erwischt wird. Die Schadenserstzforderung lauert überall, die haben ja auch alle eine Rechtsschutzversicherung.
Manche fahren auch, trotz des dritten Bandscheibenvorfalls, Sportwagen, haben eine Basecape auf und eine Großpackung Viagra auf dem Notsitz. Das ist jedoch schon wieder eine ganz andere Geschichte.

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